Wildgewordenen Männer – Soll ich mir ein Pfefferspray kaufen?

Man kann zwischen Reizstoffsprühgeräten (RSG) mit CN- oder CS-Gas und Pfeffersprays (PS) unterscheiden. Mit dem Reizstoffsprühgerät sollen Menschen angriffsunfähig gemacht werden (§ 1 Abs. 2 Nr. 2 a WaffG). Diese Sprays benötigen nach dem Beschussgesetz ein amtliches Prüfzeichen.
Das gleiche Ziel verfolgt auch der Gebrauch von Pfefferspray. Da der reizende Wirkstoffgehalt stark schwankt und dadurch der generelle Nachweis einer gesundheitlichen Unbedenklichkeit nicht erbracht werden kann, bekommen Pfeffersprays in Deutschland generell kein Prüfzeichen. Pfeffersprays fallen daher nicht unter die Bestimmungen des Waffengesetzes und dürfen in Deutschland nur als reine Tierabwehrsprays verkauft werden. Joggerinnen dürfen das Spray beispielsweise gegen freilaufende Hunde einsetzen, wenn diese wild bellend auf sie zu stürzen.

Wie wirkt das Tränengas?

Es dringt über die Bindehaut der Augen, über die Atemwege, über Mund und Haut in den Körper ein. Die Folge sind Augenbrennen, Tränenfluss, Fremdkörpergefühl und krampfhafter Lidschluss, gefolgt von einer mehrstündigen, vorübergehenden Bindehautreizung, Nies- und Hustenreiz, Nasenlaufen, verstärktem Speichelfluss, Mund- und Zungenbrennen. Beklemmungsgefühl und Atemnot sind ebenfalls Folgen.

Wann darf Tränengas eingesetzt werden?

Mit den Worten »Ich schlag´ Dir jetzt die Zähne ein.« geht ein Mann mit erhobener Faust auf eine Frau los. Die Frau sprüht ihm Tränengas ins Gesicht, der bricht seinen Angriff ab und sie kann weglaufen.

Obwohl der Angreifer durch das Tränengas verletzt wird, handelt die Frau
nach § 32 Absatz 1 StGB nicht rechtswidrig, weil sie eine Tat (Körperverletzung) begeht, die durch Notwehr geboten und somit nicht rechtswidrig ist.
In der Regel wird der Täter sich nicht darüber beschweren, dass er besprüht wurde, weil er weiß, dass er eine Straftat begehen wollte.
Sollte es dennoch zu einer Anzeige durch den Täter kommen, muss die Polizei die Frau wegen Körperverletzung anzeigen. Das eingeleitete Verfahren wird von Staatsanwaltschaft und ggf. Richter geprüft. Das Verfahren kann durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden. Oder die Frau wird durch einen Richter freigesprochen.

Käme eine andere Person der Frau zu Hilfe und wehrt diese, durch das Sprühen von Reizgas, den körperlichen Angriff des Mannes ab, wäre das ebenfalls Notwehr. Hier spricht man dann von Nothilfe.

Deswegen gilt es bei einem Angriff, bei dem Sie ein Pfefferspray oder ein Reizstoffsprühgerät einsetzen mussten, sofort die Polizei zu informieren und den Angreifer anzuzeigen. Auch wenn Sie keinen Hinweis auf die Identität des Angreifers haben.

Welche Ausführung eines Reizstoffsprühgerätes sollten Sie kaufen?

Ein Pfefferspray hat grundsätzlich eine stärkere und effektivere Wirkung als ein Reizstoffsprühgerät. Je mehr Inhalt das Gerät hat, desto länger können Sie sprühen und desto mehr Sprühstöße sind möglich. Fragen Sie in einem Waffengeschäft, ob das Reizgas als Sprühnebel oder –strahl versprüht wird. Ein Sprühnebel hat den Vorteil, dass Sie nicht so genau zielen müssen. Er hat jedoch eine geringere Reichweite und bei Gegenwind kann man selbst getroffen werden. Ein Sprühstrahl hat eine größere Reichweite, aber man muss genauer zielen. Der Vorteil ist, dass keine Gefahr bei Gegenwind besteht. Kaufen Sie keine billigen Sprays. Zu empfehlen sind Geräte von Columbia, Ballistol oder Walther. Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum der Gaskartusche. Sie beträgt mindestens zwei Jahre.

Wichtiger Hinweis zum Schluss: Kaufen Sie zwei Geräte oder eine Ersatzkartusche. Gehen Sie in den Wald oder den Garten und probieren Sie mit einem Gerät/einer Kartusche aus, wie das Gerät gehandhabt wird und wie es sich anfühlt. Sprühen Sie das Gerät komplett leer, um einen Eindruck von der Dauer des Sprühstoßes zu bekommen.

Merken Sie sich

Ein Reizstoffspray in der Handtasche ist wie KEIN Reizstoffspray dabei zu haben.

Deshalb

nehmen Sie es in die Hand,
entsichern Sie das Gerät und
halten Sie es bereit,

wenn Sie auf Ihren Wegen oder in einer Situation damit rechnen, ein Schutzspray einsetzen zu müssen.

Körpersprache: Auf dem Thron

Einer unserer Seminarteilnehmer erzählte, er habe in einer Schulung gelernt, er solle auf jeden Fall sitzen bleiben, um damit zu signalisieren, dass er der König in seinem Reich sei, sprich das Sagen in seinem Büro habe.

Ich stellte mir diese Situation vor:
Der Mitarbeiter vom Amt, hinter seinem Schreibtisch in einem PC starrend, sitzt. Es klopft, er sagt: „Herein.“ Der Kunde betritt das kleine, enge Büro voller Akten, schließt die Türe hinter sich und steht nun vor dem Schreibtisch ÜBER dem Amtsmitarbeiter. Die beiden sind allein im Raum. Das Telefon klingelt, der Mitarbeiter, ganz König, hebt den Finger in Richtung Kunde und sagt: „Einen Moment.“ Er nimmt das Gespräch entgegen und redet fünf Minuten mit einer Kundin: „Frau Sandmann, nein, die 50 Euro wurden nicht bewilligt, weil Sie die Unterlagen nicht gebracht haben. … Es spielt keine Rolle, da kann ich auch nichts dafür. Das ist eben so. Ich kann mich da nur an meine Vorschriften halten.“ Der Kunde im Büro steht weiterhin vor dem Schreibtisch und weiß nicht Recht, wohin schauen. Es dauert und dauert. Der Kunde stellt sich vor, wie er bei seinem Sachbearbeiter anruft und der mit ihm telefoniert, während jemand anderes im Zimmer steht. Vielleicht seine Nachbarin oder der Kollege aus der Tagschicht. Wie unangenehm. Die Zeit vergeht.

Ich stelle mir die Situation des Königs vor.
Jemand bittet um Audienz. Diener des Königs öffnen ihm die Tür zum Thronsaal. Der Bittsteller betritt den Saal und läuft langsam nach vorne, wo der König auf einem Podest auf seinem riesigen Holzthron sitzt. Neben ihm steht ein Berater. Rechts und links stehen Amtsmänner seines Hofstaats. Der König schaut ihm entgegen: „Was will er?“ spricht der König ihn an und schaut von seinem Thron auf ihn herab.

Die Moral von der Geschichte?
Entscheidend sind respektvoller Umgang und Augenhöhe. Wenn Sie also bei Ihrer Arbeit sitzen bleiben wollen wie ein König und dabei auch die Ausstrahlung eines Königs haben wollen, dann sorgen Sie dafür, dass Sie so hoch sitzen, dass Sie Ihrem Kunden auf Augenhöhe begegnen können, wenn dieser vor Ihnen steht. Ansonsten werden Sie sich nicht wohlfühlen und Ihr Kunde wird bei entsprechender Lebenserfahrung versucht sein, seine empfundene Überlegenheit gegen Ihr Gefühl von Unwohlsein auszuspielen.
Alternativ dazu stehen Sie auf und lassen Ihren Kunden sich zuerst setzen, bevor Sie sich setzen. Dann ist klar, wer Gast ist und wer Amtsperson. Das Ganze mit einem offenen Lächeln versehen und schon haben Sie den roten Teppich für ein gutes Gespräch ausgelegt.

Ihre Stefanie Rösch

Warum der Hinweis auf die Polizei wirkt

Teilnehmer sind immer wieder überrascht, warum es in kniffligen Situationen hilfreich sein soll, auf die Polizei hinzuweisen. Also zu sagen: „Wenn Sie jetzt nicht gehen, werde ich die Polizei einschalten.“ Oder in einem anderen Fall: „Ich fühle mich von Ihnen bedroht und werde die Polizei darüber informieren.

Neulich hat mir ein Klient folgenden Satz geschrieben, den ich so super fand, dass ich ihn hier mit seinem Einverständnis veröffentlichen darf:

„Oft würde ich gerne einfach nur völlig hemmungslos ausflippen, aber ich hab weder Lust auf Geldstrafen noch auf Gefängnis. Ich find den Gedanken ans Eingesperrt sein so schlimm, dass ich zwar in Gedanken oft den Leuten den Hals umdrehe, aber es in meinem ganzen Leben nicht mal annähernd versucht habe. Knast ist echt übel, auf engstem Raum eingesperrt sein, dann wird man ständig fertig gemacht und wenns ganz blöd läuft auch noch vergewaltigt. Ich weiß zu 1 000 000%, dass ich nie jemandem etwas tun würde.“

Auch wenn wir das Bild vom eiskalten Psychopathen aus dem Fernsehen im Kopf haben, wenn Menschen aggressiv werden oder wir sie als bedrohlich empfinden, so entspricht das nicht der Realität. Stattdessen kann man auch gewaltbereite Kunden beeinflussen, indem man ihnen die Konsequenzen ihres Verhaltens aufzeigt. Der Hinweis auf die Polizei und damit auf die Möglichkeit, mit dem Rechtssystem in Kontakt zu kommen, bringt dann doch viele wieder zur Vernunft. Eben genau, weil sie die gleiche oder eine ähnliche Phantasie wie im Zitat oben im Kopf haben oder möglicherweise bereits die unangenehme Bekanntschaft mit diesem System gemacht haben. Die Anzahl der Menschen, denen diese Begegnung tatsächlich gleichgültig ist, darf man sich guten Gewissens als verschwindend gering vorstellen.

Also wehren Sie sich, wenn nötig, verbal mit dieser Gegendrohung. Sie haben gute Chancen, wenn auch keine Garantie, dass Sie so für Ihre Sicherheit sorgen können.

„Dann gehe ich zur Zeitung!“

Das ist eine von vielen Drohungen, die frustrierte, verärgerte Kunden in Ämtern immer wieder von sich geben. Andere Varianten dieser Manipulationstechnik sind sicher „Dann geh ich zum Bürgermeister“ oder „Dann geh ich zu Günter Jauch.“

Auch wenn die Medien manchmal tatsächlich die einzige Möglichkeit für verzweifelte Bürger darstellen, sich Gehör zu verschaffen, so wissen Sie ja, ob diese Drohung eine Grundlage hat oder ob Sie saubere und gute Arbeit geleistet haben und diese Drohung daher ins Leere läuft. In letzterem Fall wäre diese Aussage ein verzweifelter Manipulationsversuch, weil die Sachargumente eindeutig gegen den Bürger und seine Sache sprechen.

Eine humorvolle Reaktion auf diese Drohung kommt von einem Ihrer Kollegen, gehört in einem Seminar: „Dann gehen Sie aber zur örtlichen Tageszeitung, die liest der Oberbürgermeister wenigstens ab und zu. Die Bild-Zeitung lesen wir nicht.“

Entsprechend der Technik vom Gefühl zur Sache, könnten Sie auch sagen: „Ich kann nachvollziehen, dass Sie verärgert / frustriert sind. Wie können wir das denn lösen? Ich habe da keinen Spielraum, weil mir das Gesetz hier die Vorgabe macht wie ich entscheiden muss.“

Wenn Sie weitere Antworten haben, mit denen Sie gute Erfahrungen haben, lassen Sie es uns und Ihre Kolleginnen und Kollegen wissen, indem Sie einen Kommentar schreiben oder ein eMail an uns über das Kontaktformular.

„Ich bring Dich um.“

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen in Extremsituationen zu Gewalt greifen, um sich Gehör zu verschaffen oder um Ziele zu erreichen, die mit Gewalt im Grunde nicht zu erreichen sind.

Präventionsmaßnahmen finden in der aktuellen Bedrohungssituation auch noch statt. Schließlich ist jede Maßnahme, jedes Verhalten, das dazu führt, dass niemand zu Schaden kommt, eine Präventivmaßnahme.

Wenn also Ihr Kunde Ihnen droht, er wolle Sie umbringen, dann begeht er damit erst einmal eine Straftat im Sinne des § 241 StGB Bedrohung:

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Ein Verbrechen ist nach § 12 StGB (1):

Verbrechen sind rechtswidrige Taten, die im Mindestmaß mit Freiheitsstrafe von einem Jahr oder darüber bedroht sind.

Darunter fallen: Mord, Totschlag, Amok, Vergewaltigung, Sexuelle Nötigung, Schwere Körperverletzung, Brandstiftung oder ein Bombenanschlag.

Das heißt, wenn ein Kunde sagt: „Ich bring Dich um“ oder „Ich schlag Dich tot.“, dann droht er mit einem Tötungsdelikt und die sind alle Verbrechen. Alleine die Drohung ist strafbar.

Um Drohungen entgegen zu wirken ist die beste Methode, möglichst viel Öffentlichkeit herzustellen. Das bedeutet, dem drohenden Kunden zu sagen: „Ich fühle mich von Ihnen bedroht. Ich werde meine Kollegen und meinen Vorgesetzten davon in Kenntnis setzen. Außerdem werde ich die Polizei einschalten. Und jetzt verlassen Sie bitte mein Büro, weil ich unter diesen Umständen dieses Gespräch nicht mehr mit Ihnen führen werde.“ Und dann sollten Sie tun, was Sie gesagt haben. Dazu gehört auch, die Polizei über diese Drohung zu informieren. Selbst wenn Sie nicht anzeigen möchten, kann die Polizei eine Gefährderansprache durchführen und dem Droher so eine deutliche und wirksame Grenze setzen.

Natürlich steht es Ihnen frei, ob Sie eine Entschuldigung akzeptieren, weil ein großer Teil dieser Drohungen in der Hitze der empfundenen Hilflosigkeit auf Seiten des Drohenden ausgesprochen werden. Sie entscheiden.

Öffentlichkeit sollten Sie auf jeden Fall herstellen. Zu Ihrer Sicherheit.

Lob stinkt nicht

Dass Lob angeblich stinkt, hört man ja immer noch. Dabei konnte ich noch keinen auch nur annähernd unangenehmen Geruch wahrnehmen, wenn wir in unseren Veranstaltungen damit arbeiten.
Lob gehört zu den Dingen, die wir brauchen, um motiviert zu bleiben. Vor allem in Berufen, in denen regelmäßiger Frust zum Alltag gehört. Besonders betrifft das alle, die Ihr Gegenüber beruflich frustrieren müssen, weil sie z.B. Ablehnungen erteilen oder Kunden kontrollieren müssen oder negative Bescheide erlassen müssen.

Hier ein paar Methoden von Teilnehmern, wie man gut für sich selbst und sein Team sorgen kann.

  1. Die Box der schönen Dinge
  2. Lobordner und Kritikordner
  3. Das Stärkenprofil

Die Box der schönen Dinge

Stellen Sie in Ihrer Abteilung eine Kiste auf, in die jeder Mitarbeiter kleine Zettel hineinwerfen kann, wenn er beim Kollegen oder der Kollegin etwas sieht, was ein Lob wert ist oder ein Kompliment oder man einfach gut findet. Das Verhalten von Vorgesetzten darf auch gesehen werden. Alle drei Monate werden diese anonymen Zettel dann öffentlich vorgelesen. Auf diese Weise kann man einen Kollegen loben, anonym, wenn man sich nicht traut, es direkt zu machen. Das könnte eine Vorstufe zu direktem Lob sein. Schließlich können wir in Kritikgesprächen ja auch ganz ungeniert Kritik üben. Warum dann nicht auch loben?

Lob- und Kritikordner

Auch diese Idee hat uns gefallen. Wenn sie von Kunden eMails bekommen mit kritisierendem Inhalt oder mit lobendem Inhalt, so werden diese eMails in Ordnern im eMail-Programm abgelegt. Der Inhalt des Kritikordners wird nur gezählt, also wie viele Kritikmails haben Sie im vergangen Monat, Jahr erhalten im Vergleich zu Lobmails? Die Lobmails aber, die werden immer wieder auch gelesen. Vor allem dann, wenn es mal wieder nicht so gelaufen ist oder ein Kunde Ihnen Ärger bereitet hat, dann ist es besonders wichtig, Sie erinnern sich daran, dass es auch Kunden gibt, die Ihre Arbeit zu schätzen wissen.

Das Stärkenprofil

Das ist eine Übung, die wir in abgewandelter Form immer wieder verwenden. Für Teilnehmer ist sie im ersten Anlauf oft nicht ganz so einfach. Aber letztendlich macht sie immer wieder einen Heidenspaß. Hier die einfachere Variante. Laden Sie sich die Datei herunter und drucken Sie sich das Papier aus. Dann nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und kreuzen Sie alles an, was Sie können. Anschließend können Sie auch noch alles aufschreiben, was noch nicht auf der Liste steht, die ja bei Weitem nicht vollständig ist. Jetzt haben Sie eine gute innere Karte davon, was Sie alles können und wie kompetent Sie sind. Die Liste darf dann im Schreibtisch liegen und immer wieder gelesen werden, damit Sie ja nicht vergessen wie fit Sie sind und was Sie schon alles gelernt haben. Nichts ist selbstverständlich.

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Auch wenn Kunden mal doof sind, mein Beruf macht mir trotzdem Spaß.

Dieser Satz kam von einer Teilnehmerin. Er hat uns gut gefallen, weil er perfekt zum Ausdruck bringt, um was es geht.

  1. Es gibt doofe Kunden.
  2. Kunden sind nicht immer doof, sondern nur manche und nur manchmal.
  3. Ich entscheide, ob mir mein Job Spaß macht oder nicht. Das heißt, ich gebe meinen Kunden keine Macht über meine Arbeitszufriedenheit.

Das sind die besten Voraussetzungen, um einen Beruf lange und mit Freude ausüben zu können. Diese Aussage hat etwas mit Ursachenzuschreibung und Kontrollüberzeugungen zu tun.

Ursachenzuschreibung meint den Vorgang, wie mir im Kopf für uns definieren, wer oder was die Ursache für etwas setzt. Wer diesen Satz so sagt, ist davon überzeugt, dass er die Ursache dafür setzt, wie er seinen Job empfindet. Das ist eine sogenannte Internale Ursachenzuschreibung. Internal meint, dass wir die Ursache in uns sehen. Das ist hervorragend für alle guten Dinge in unserem Leben. So sollten wir über die Dinge denken, die gut laufen: Ich habe das gemacht, dass es gut läuft. So bauen wir unser Selbstwertgefühl auf und eine positive Kontrollüberzeugung.

Die zweite hilfreiche und gesunde Ursachenzuschreibung besteht in diesem Beispiel darin, dass negative Ereignisse (ein Kunde ist „doof“) external, also außerhalb unserer Person liegend gesehen werden. Hier ist der Kunde halt doof. Es liegt nicht an mir, dass es Ärger gab, sondern am Kunden, weil der doof ist oder einen schlechten Tag hatte oder ein psychisches Problem. Gut ist auch, dass dies nur manchmal ist. Es ist also kein Dauerzustand. Es ist gut, wenn wir negative Ereignisse als einmalig oder selten und außerhalb unserer Person angesiedelt sehen können.

Das enthebt uns nicht der Verantwortung, bei wiederkehrenden Problemen auch die Frage zu stellen, welchen Anteil wir an der Problemsituation haben, z.B. indem wir unklar kommunizieren oder unsere schlechte Laune am Kunden auslassen oder schon die Erwartung haben, dass eh alle Kunden doof sind. All das und noch viel mehr Möglichkeiten haben wir, selbst dazu beizutragen, dass Kunden sich „doof“ verhalten.

Wie Sie Ihre Stimmung positiv beeinflussen können, dazu mehr im nächsten Artikel.
Bis dahin gute Zeit.

Wouuuusaaaaa

Kennen Sie den Film Bad Boys 2 ? Ich kannte Ihn auch nicht, bis in einer Veranstaltung bei den Stressbewältigungstrategien jemand wousa sagte und sich die Ohrläppchen rieb.

Natürlich mussten wir alle lachen. Dann erfuhren wir, dass es eine Stressbewältigungsstrategie war, die dem Film Bad Boys 2 entnommen war.

Hier ein kurzer Ausschnitt:

Daraus wurde dann im Seminar ein Running-Gag. Die Stressbewältigung lag vor allem im gemeinsamen Lachen.Wousaa

Wie wäre es , wenn Sie es gemeinsam ausprobieren. Morgens, bevor der erste Kunde kommt, treffen Sie sich in einem Büro, stellen sich im Kreis auf, reiben sich gemeinsam die Ohreläppchen (Akkupunkturpunkte) und sagen zusammen laut wuuuusaaaaa.
Das Lachen wird nicht ausbleiben, die gute Laune damit auch nicht. Und schon haben Sie wieder mit Lachen in den Wald geschrien und damit die Chance erhöht, dass auch Lachen zurückschallt.
Eine andere Möglichkeit wuuusaaa zu nutzen ist so wie im Film: In oder unmittelbar nach einer Stresssituation die Ohrläppchen reiben und wuusaaa sagen. Nach einer Situation gerne auch auf der Toilette vor dem Spiegel.

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Hier gehts zu Bad Boys 2 auf IMDB.com einer vorwiegend englischsprachigen Filmdatenbank
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